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Lehrlinge sind
Gold Wert, denn sie sind die Zukunft eines
Unternehmens. Diesem Gedanken fühlt sich die
Burgkunstadter Maschinenfabrik Karl Eugen
Fischer verbunden, wo das Thema Ausbildung seit
jeher groß geschrieben wird. Elf junge Leute
starteten am 1. September bei dem renommierten
Unternehmen ins Berufsleben.
Alle namhaften
Reifenhersteller vertrauen auf die
Spitzentechnologie der Burgkunstadter
Maschinenfabrik. Intensive Forschung und
Entwicklung sowie Flexibilität und perfekter
Maschinenbau sind die Gründe dafür, dass das
Unternehmen Partner Nr. 1 für die
Reifenindustrie ist. Seit mehr als 70 Jahren ist
der Name Karl Eugen Fischer weltweit ein Synonym
für innovative Schneid- und Biegetechnologie.
Den Auszubildenden steht somit die Welt offen.
In den vergangenen
zehn Jahren wurden über 100 junge Menschen bei
der Karl Eugen Fischer GmbH ausgebildet. Von den
derzeit 431 Mitarbeitern befinden sich 42 Frauen
und Männer in der Lehre: Das entspricht einem
Anteil von rund zehn Prozent. Zahlen, die
eindrucksvoll belegen, welch hohen Stellenwert
die Nachwuchsförderung im Hause Fischer genießt.
In die Zukunft zu
investieren, bedeutet für das Unternehmen aus
Oberfranken auch in die Lehrwerkstatt zu
investieren. Zwei leistungsstarke CNC-Maschinen
für die Produktion und Ausbildung, aber auch zur
modernen Programmierung und Bearbeitung der
unterschiedlichsten Werkstücke wurden
angeschafft. In den ersten drei Monaten lernen
die Berufseinsteiger in der Werkstatt die
Grundzüge der Metallverarbeitung, wie Sägen,
Feilen oder Bohren. Anschließend werden die
Azubis in den Produktionsprozess der
Cordschneideanlagen mit integriert.
Folgende
Ausbildungsberufe werden angeboten:
Industriemechaniker/-in (Fachrichtung:
Maschinen- und Anlagenbau),
Konstruktionsmechaniker/-in (Fachrichtung Stahl-
und Metallbau), Zerspanungsmechaniker/-in
(Fachrichtung: Dreh- und Fräsmaschinensysteme),
Elektroniker/-in (Fachrichtung:
Betriebstechnik), Technischer
Produktdesigner/-in (Fachrichtung: Maschinen-
und Anlagenkonstruktion) und Industriekaufmann/-frau
(Fachrichtung: Metall- und Maschinenbau).
Die besondere
Stellung der Firma Fischer als Weltmarktführer
im Bereich der Cordschneideanlagen ermöglicht
jungen Leuten eine Ausbildung an höchst
innovativen Maschinen und häufig wechselnden
Technologien. Die Lehrlinge erwerben ihre
Fertigkeiten und Kenntnisse in der Produktion,
der Berufsschule sowie im eigenen
Ausbildungszentrum. Im Jahr 2008 ersetzte ein
Neubau das bisherige Ausbildungszentrum.
In einer
Einführungswoche erhalten die Auszubildenden
Orientierungshilfen, erfahren sie Wissenswertes
über die Unternehmenspolitik, werden sie in
punkto Sicherheit belehrt, lernen sie sich durch
Gruppenarbeiten näher kennen. Zudem informieren
Robert Fiedler, ein ehemaliger Polizeibeamter,
und Karin Brand von der Polizei in Coburg die
jungen Leute über Drogen, Alkohol und
Verkehrssicherheit.
Das Zusammenwirken
der ausbildenden Fachkräfte und des
hauptamtlichen Ausbilders sorgen im Rahmen einer
projekt- und prozessorientierten Ausbildung für
eine zielgerichtete Wissensvermittlung. Im
Ausbildungszentrum werden die Berufsanfänger
erfolgreich auf die schriftliche und praktische
Abschlussprüfung vorbereitet. 2011 haben die
Auszubildenden ihre Abschlussprüfung mit dem
hervorragenden Notendurchschnitt von 1,8
abgeschlossen und verstärken jetzt das Fischer
Team, das Spitzentechnologie made in Oberfranken
herstellt.
Zudem bietet das
Unternehmen den dualen Studiengang Bachelor of
Engineering an. Dieses Ausbildungsmodell
ermöglicht es, in rund vier Jahren und zwei
Monaten den IHK-Abschluss als Elektroniker und
den akademischen Grad eines Bachelor of
Engineering zu erlangen. Die Ausbildung findet
bei der Karl Eugen Fischer GmbH, im
Trainingscenter SPE Regensburg und an der
Fachhochschule Regensburg statt.
Text und Foto: OT
- Stephan Stöckel. |